Gläser GmbH

Steckbrief

  • Firmensitz: Horb
  • Branche: Maschinenbau
  • 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Unternehmensporträt

Von den Kunststoffen über die Konstruktion ist Carmen Hamm-Rettke vor zwei Jahren zu chemischen Flüssigkeiten gekommen. Die 37-jährige Maschinenbauerin hat sich schon diverse technische Felder erobert – und sie hat Spaß daran. „Ingenieurin zu sein heißt, dass ich mich ständig mit Neuem befassen muss“, sagt sie.

Seit zwei Jahren arbeitet Carmen Hamm-Rettke als Projektleiterin in der Firma Gläser in Horb am Neckar. Diese entwickelt, produziert und vertreibt hydraulische Steuerblöcke und Anlagen zur Überprüfung von technischer Sauberkeit und Abfüll- und Dosiertechnik. Die Ingenieurin betreut Projekte bei Anlagen zum Abfüllen von Flüssigkeiten. Häufig handelt es sich um gefährliche Flüssigkeiten, wie Schwefelsäure oder chemische Öle. „Wir füllen alles ab, was giftig ist, sage ich manchmal“, sagt Carmen Hamm-Rettke.

Die Ingenieurin arbeitete zunächst bei Fischer, dem bekannten Unternehmen für Dübel und andere Befestigungen. Anschließend wechselte sie in ein Ingenieurbüro, wo sie an Konstruktionen für die Mess- und Medizintechnik mitarbeitete. In dieser Zeit bekam sie ihre beiden Söhne, die heute sechs und acht Jahre alt sind. Bei Gläser hat sie einen Vertrag über 30 Stunden pro Woche, obwohl sie in verantwortungsvoller Position arbeitet.

„Das Unternehmen bietet in allen Bereichen konsequent Teilzeit an und nimmt damit eine Ausnahmeposition ein“, sagt Carmen Hamm-Rettke. Rund 45 Prozent der Mitarbeiter sind Frauen, darunter viele Technikerinnen und Ingenieurinnen. Im Management liegt der Frauenanteil ebenfalls überdurchschnittlich hoch bei 40 Prozent. Das Familienunternehmen wird auch von einer Frau geleitet. Mit Vorurteilen muss Carmen Hamm-Rettke in ihrem Job dennoch hin und wieder umgehen. „Sobald man fachliche Kompetenz vermittelt, hat es sich damit jedoch“, sagt sie. Früher hörte sie schon mal Sprüche wie „Was will das Mädle hier?“ – „Da muss man sachlich bleiben“, sagt sie gelassen.

Häufig entständen Vorurteile aus Furcht vor dem anderen. Es sei nicht einfach, sich aus festgefahrenen Strukturen zu befreien. Wer Frauen ins Team aufnehme, ziehe daraus jedoch Profit. „Es gilt, die Potenziale zu nutzen.“ Carmen Hamm-Rettke hat sich in der Schulzeit überlegt, einen technischen Beruf zu ergreifen. „Ich habe mir gesagt: Das ist meine Richtung und das mache ich jetzt“, sagt sie. Ihre Eltern hätten sie in ihrer Berufswahl nicht beeinflusst. Da ihre Mutter auch immer berufstätig war, sei es für sie normal gewesen, als Frau einen Beruf zu erlernen und darin auch arbeiten zu wollen.

Kontakt

Gläser GmbH

Adriane Kurz

Robert-Bosch-Straße 32
72160 Horb am Neckar

Tel.: 07451 539200
E-Mail: adriane.kurz@glaeser-gmbh.de  

www.glaeser-gmbh.de