„Ich will anderen das Leben erleichtern” – Dana studiert Medizintechnik

Medizintechnik ist ein interdisziplinäres Studium, das Inhalte aus den Ingenieur- und Naturwissenschaften bündelt. Für Dana die perfekte Kombi: „Das beste aus beiden Welten!”

Dana ist in Ägypten aufgewachsen. Mit 18 Jahren ist sie für ihr Studium nach Deutschland gezogen. Der Studiengang, für den sie sich entschieden hat: Medizintechnik – ein interuniversitärer Bachelorstudiengang, der von den Universitäten Stuttgart und Tübingen mit integrierten Lehrveranstaltungen an verschiedenen Fakultäten und Instituten beider Unis angeboten wird. Wieso sich Dana für diese außergewöhnliche Situation – weg von zu Hause und dann noch zwischen zwei verschiedenen Städten – entschieden hat? „Meine Oma war eine Zeit lang an Krebs erkrankt und ich habe bei ihrer Pflege mitgeholfen. Ich fand die Geräte faszinierend, die während ihrer Behandlung eingesetzt wurden und ihr Leben ein Stück weit erleichtert haben. Ich wollte verstehen, wie die Geräte funktionieren und angefertigt werden”, erzählt Dana. Ihr Interesse am menschlichen Körper und an Naturwissenschaften allgemein trugen ebenfalls zu ihrer Studienwahl bei: „Ich hoffe, eines Tages durch meine Arbeit Leben zu verlängern und zu verbessern.”

Zwischen zwei Welten

Dana lebt aktuell nicht nur zwischen Medizin und Technik, sondern auch zwischen Ägypten und Deutschland. Sie fliegt mindestens dreimal im Jahr nach Hause, um ihre Familie zu besuchen. Auf die Frage, ob sie später in Deutschland arbeiten will, kann sie noch keine eindeutige Antwort geben: „Hier habe ich sehr gute Berufschancen. Die Branche ist hier viel etablierter, weshalb ich mich auch für ein Auslandsstudium entschieden habe. Medizintechnik gibt es in dieser Form bei uns nicht,” erklärt Dana. „Es ist mein Traum, eines Tages nach Hause zu gehen und alles, was ich hier gelernt habe, dort anzuwenden. Aber das ist natürlich leichter gesagt als getan.” Aufgeben kommt für Dana dennoch nicht in Frage: „Wenn man zielstrebig ist und einen festen Willen hat, kann man alles erreichen.”  

Foto: privat

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