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Zwei abgeschlossene Ausbildungen und zwei Meistertitel

Es war Yvonne schon immer wichtig sich weiterzubilden. Nachdem sie zwei Jahre Berufserfahrung gesammelt hatte, entschloss sie sich, ihren Meister zu machen. Allerdings machte sie nicht nur einen Meisterabschluss, sondern gleich zwei: Sie war nun zum einen Meisterin für Installations- und Heizungsbau und zum anderen Elektrotechnikermeisterin für Energie und Gebäudetechnik. „Heute arbeite ich als Projektleiterin in einer Handwerksfirma bei Offenburg. Außerdem betreue ich als Ausbilderin 12 Azubis, bin im Prüfungsausschuss und unterrichte in Freiburg als Dozentin für Elektrotechnik“, erzählt sie. Auf die Frage, warum ihrer Meinung nach so wenige Mädchen eine technische Ausbildung anstreben, antwortet sie: „Es fehlen weibliche Vorbilder. Die meisten Mädchen kamen noch nie mit Technik in Berührung und wissen überhaupt nicht, ob es ihnen liegt.“ Deshalb Yvonnes Rat an alle Mädels: „Probiert es doch einfach mal aus. Es macht großen Spaß!“

Der Arbeitsalltag als Meisterin

Yvonnes Arbeitstag beginnt um 7 Uhr. „Ich fahre mit den Monteuren auf die Baustelle, weise sie ein und dann geht’s zurück ins Büro: telefonieren, Preise einholen, Baustellen bestücken, Beratungsgespräche führen und so weiter“, berichtet Yvonne. Ab und zu fährt sie auch auf Baustellen, um sich selbst um Störungen zu kümmern – auch wenn das eigentlich die Aufgabe der Monteure ist. Warum sie das tut? „Ich bin eben immer noch Handwerkerin und es macht einfach Spaß“, antwortet sie lachend.

Yvonne und ein Kollege sitzen in Hockstellung auf einer Baustelle und unterhalten sich.
Gruppenfoto von Nicole mit ihren Kollegen
Fotos: privat
Die Meisterin für Installations-und Heizungsbau lächelt freundlich in die Kamera. Im Bild ist ein Zitat von ihr eingefügt: Es ist ein tolles Gefühl mit den eigenen Händen zu arbeiten und etwas zu erschaffen.
Nach einem Ferienjob in einem Elektro-Handwerksbetrieb wusste Yvonne: Sie wird mal Handwerkerin! Sie schloss die Realschule ab und absolvierte eine Ausbildung zur Elektroinstallateurin. Heute ist sie Meisterin, hat Personalverantwortung und leitet Projekte in einem Handwerksbetrieb.

„Es war ein tolles Gefühl, etwas mit den eigenen Händen zu arbeiten und zu erschaffen“, erinnert sich Yvonne an ihren Ferienjob in einem Elektro-Handwerksbetrieb. Es folgte eine Ausbildung zur Elektroinstallateurin, die ihr viel Spaß gemacht hat. Nach der Ausbildung fiel es ihr zu Beginn jedoch schwer eine Anstellung zu finden. „Ich bekam Absagen, weil die Betriebe keine Damentoilette hatten oder davon ausgegangen wurde, dass ich als Frau nicht taff genug für diesen Job wäre“, erzählt die heute 33-Jährige. Doch nach einigen Monaten fand sie eine neue Stelle. Und nicht nur das: Sie absolvierte bei ihrem neuen Arbeitgeber noch eine weitere Ausbildung – als Anlagenmechanikerin für Sanitär- Heizungs- und Klimatechnik. Warum? „In dieser Branche macht das viel Sinn. Dank der beiden Ausbildungen kann ich nämlich beispielsweise die Rohre von Heizungen verlegen und die Heizungen zudem auch elektronisch anschließen“, erklärt sie.

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