"Mathematik-Nobelpreis” geht erstmals an eine Frau

Die 76-jährige amerikanische Mathematikerin Karen Uhlenbeck erhält 2019 als erste Frau den Abelpreis, der als „Nobelpreis der Mathematik“ bezeichnet wird. Die internationale Auszeichnung wird seit 2003 jährlich durch die Norwegische Akademie der Wissenschaften verliehen. Neben der Fields-Medaille gilt der Preis als eine der bedeutendsten wissenschaftlichen Auszeichnungen auf dem Gebiet der Mathematik.

Uhlenbeck wurde für ihre Pionierleistungen in geometrischen partiellen Differentialgleichungen und der Eichtheorie sowie für die Auswirkungen ihrer Arbeit auf Analysis, Geometrie und mathematische Physik geehrt. Ihre Theorien haben das Verständnis von minimalen Oberflächen, wie beispielsweise der von Seifenblasen, revolutioniert, sagt der Vorsitzende des Abel-Ausschusses Hans Munthe-Kaas.

Sie entwickelte Vorgehensweisen für die globale Analyse, die verwendet wird, um das Verhalten von Differentialgleichungen einzuteilen. Ihre Arbeit legt dabei den Grundstein für zeitgenössische geometrische Modelle in Mathematik und Physik.

Karen Uhlenbeck ist nicht nur eine leidenschaftliche Mathematikerin, sondern auch eine starke Vorkämpferin für die Gleichstellung der Geschlechter in der Forschung und in der Mathematik. Als Mentorin für Frauen in der Mathematik am Institute for Advanced Study in Princeton, New Jersey, ist sie ein großes Vorbild für viele Studentinnen.

Fotocredit: ©Andrea Kane/Institute for Advanced Study

Text-Quelle: ©The Abel Prize

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