Managerin einer Entwicklungsgruppe im IT-Bereich der Robert Bosch GmbH

Sule Dogan, 35 Jahre, Studium der Informatik, Einstieg in der Softwareentwicklung.

Warum Informatikerin?

Naturwissenschaften und Technik haben mich schon in der Schule begeistert. Ich habe sogar an der Nationalen Mathematik Olympiade in meinem Heimatland der Türkei teilgenommen! Als es dann um die Wahl eines Studiengangs ging, habe ich mich für Informatik entschieden. Es ist ein sehr spannender Bereich, weil sich die Technik immer weiter entwickelt und man nie auslernt. Außerdem sind die Karrierechancen sehr gut und man kann international arbeiten.

Wie sieht der Berufsalltag aus?

Unsere Entwicklungsgruppe im IT-Bereich bei Bosch kümmert sich um die Kommunikation und Zusammenarbeit der etwa 300 000 Bosch Mitarbeiter weltweit. Wir stellen Soft- und Hardware-Lösungen wie IP-Telefonie oder Chat- und Videokonferenzen, Live Streaming sowie Apps zur Verfügung. Als Managerin bin ich auch häufig in Meetings, um weitere Projekte zu planen. Mein Arbeitsalltag ist also sehr abwechslungsreich.

Wie sind die Karrierechancen?

Als Informatikerin bieten sich mir viele Karrieremöglichkeiten. Die Informationstechnologie entwickelt sich sehr schnell, so ergeben sich immer wieder neue Aufgaben und Herausforderungen. Ich selbst bin mit 22 Jahren für ein Praktikum nach Deutschland gekommen und habe mich danach ganz bewusst für einen Berufseinstieg bei der Robert Bosch GmbH entschieden.
Seit 2002 habe ich in verschiedenen Bereichen des Unternehmens gearbeitet: Angefangen von der Softwareentwicklung für Getriebesteuerung in Autos, bis zur Projektleitung für die Software eines Diesel-Motorsteuergeräts. Dies war eine besonders spannende und abwechslungsreiche Zeit, da ich hautnah an der Technik an den Prüfständen oder auf den Teststrecken mitarbeiten und Bosch in internationalen Gremien vertreten konnte. Heute bin ich Managerin einer Entwicklungsgruppe im Bosch-internen IT-Bereich. Genau diese große Bandbreite gefällt mir sehr gut.

Beruf und Familie – geht das?

Ich bin Mutter einer kleinen Tochter. Natürlich muss man da gut planen und organisieren, um Familie und Beruf unter einen Hut zu bekommen. Aber dafür gibt es so viele tolle Möglichkeiten, wie mobiles Arbeiten mit flexiblen Arbeitszeiten und auch viele Förder- und Weiterbildungsprogramme speziell für weibliche Führungskräfte bei Bosch. Die Unterstützung von meinem Mann und das Verständnis meiner Vorgesetzten und Mitarbeiter schätze ich dabei sehr. Damit klappt das alles ganz gut.

Haben sich alle Deine Erwartungen erfüllt?

Meine Erwartungen wurden auf ganzer Linie erfüllt. Heutzutage kann man sich ein Leben ohne IT nicht mehr vorstellen. Ich bin froh, dass ich ein Teil dieser technischen Entwicklung bin und in dem Bereich schon viel mitgestalten konnte.

Was macht Dir am meisten Spaß?

An neuen Aufgaben und Herausforderungen zu wachsen, macht mir am meisten Spaß. Und es ist ein tolles Gefühl, wenn eine Entwicklung, an der man lange gearbeitet hat, fertig ist und von anderen erfolgreich eingesetzt wird.

Wie ist es, in einer Männerdomäne zu arbeiten?

Eigentlich möchte ich nicht von einer Männerdomäne sprechen. Es stimmt schon, dass aktuell immer noch mehr Männer als Frauen im IT-Bereich arbeiten. Aber im normalen Arbeitsalltag ist das kein Thema. Wir arbeiten alle gleichberechtigt zusammen und auch Frauen können hier ihren Karriereweg gehen. Wichtig sind die Persönlichkeit und die fachliche Kompetenz, nicht das Geschlecht.

Würdest Du Dich wieder für diesen Beruf entscheiden?

Ja! Wir entwickeln Technik fürs Leben. Ich bin stolz, dass ich daran mitwirken kann. Durch weibliche Kreativität können wir neueste technologische Entwicklung noch besser gestalten und uns weitere Perspektiven für die Zukunft eröffnen.

Sules Arbeitsalltag als Informatikerin

Fotos: Privat