tisoware - Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

Steckbrief

  • Firmensitz: Reutlingen
  • Branche: Soft- und Hardwarelösungen für Zeitwirtschaft
  • etwa 108 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Unternehmensporträt

Flexible Arbeitszeiten? Werden die Produkte von tisoware genutzt, lassen sich neue Arbeitszeitmodelle computergestützt in der Praxis abbilden und Zeiten erfassen. Soft- und Hardware für Zeiterfassung liefert die Firma aus Reutlingen. „Heute geht der Bedarf der Firmen aber über die reine Zeiterfassung hinaus“, sagt tisoware-Marketing-Chef Rainer Füess. Die Erfassung von Betriebs- und Maschinendaten komme hinzu, ferner die Urlaubs- und Arbeitszeitplanung sowie die elektronische Zutrittskontrolle.

Mit rund 108 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist tisoware in der Zeitwirtschaftsbranche gut aufgestellt. Rund 45 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. „Diese arbeiten auf allen Unternehmensebenen“, sagt Füess. Nicht zuletzt ist mit Sabine Dörr eine der beiden Geschäftsführenden Gesellschafter weiblich. „Wir bieten Teilzeit in allen Schattierungen an“, sagt Füess – auch für Mitarbeiter, die pflegebedürftige Eltern betreuen. Für die Flexibilität des Unternehmens ist tisoware 2006 mit dem Preis „Gleiche Chancen für Frauen und Männer im Betrieb“ vom baden-württembergischen Wirtschaftsministerium ausgezeichnet worden.

Das Geschäft mit der Zeit begann bei tisoware vor mehr als 25 Jahren. Heute ist die Firma, deren Kunden zwischen fünf und 15.000 Mitarbeitern haben, international tätig. Seit 2004 ist Gaby Schmider Mitarbeiterin in der „Technischen Anwendungsberatung“. „Wir installieren Software und Datenbanken“, sagt sie. Die 51-Jährige liebt den Umgang mit Menschen und die Arbeit im Team.

Als sie in den achtziger Jahren Betriebswirtschaftslehre und Informatik studierte, gehörte sie noch zu den Pionieren der Computerwissenschaften. „Mathematik hat mir in der Schule immer Spaß gemacht“, sagt sie. Als junge Frau war sie an der Berufsakademie Villingen-Schwenningen zwar in der Minderzahl, jedoch längst nicht allein. „Mir war deswegen nicht bewusst, dass die Informatik eine Männerwelt ist.“

Im späteren Berufsleben begegneten ihr jedoch hin und wieder Vorurteile. Sie wurde sogar manchmal gefragt, wie sie sich als Frau in diesem Männerberuf behaupte. Oder Kunden wunderten sich, was sie als Frau bei ihnen wolle. „Man darf das nicht persönlich nehmen“, sagt sie. Dank ihrer Kompetenz räumt sie Vorbehalte schnell aus dem Weg und nimmt sogar etwas Positives aus der Erfahrung mit: „Es ist ein gutes Gefühl, wenn man auf Augenhöhe davonschreiten kann.“

Zu hoch würde sie diese Aspekte ihrer Arbeit aber nicht bewerten. Das Wesentliche ist die Herausforderung, Hard- und Software zum Laufen zu bringen. „Wenn es sich um ältere Rechner handelt, kann es Probleme geben, oder wenn viele Programme auf dem Server sind, können die einander in die Quere kommen“, berichtet sie.

Sie wünscht sich, dass die Einordnung von Berufen in „männlich“ und „weiblich“ verschwindet. „Es gibt viele Frauen, die für Mathematik und Physik Talent haben“, sagt sie. Es wäre schade, wenn Mädchen ihre eigene Auswahl einschränkten, weil sie bestimmte Berufe ausschlössen.

tisoware fördert den Zugang von Mädchen zu technischen Berufen. So nimmt das Unternehmen regelmäßig am Girls‘ Day teil, bietet gemeinsam mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg ein Duales Studium und zahlreiche Praktikumsplätze an. „Wenn sich ein Mädchen nach einem Praktikum anschließend bei uns bewirbt, ist das für uns immer ein toller Erfolg“, sagt Füess.

Kontakt

tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH

Sabine Dörr

Ludwig-Erhard-Straße 52
72760 Reutlingen

Tel.: 07121 9665-0
E-Mail: sd@tisoware.com

www.tisoware.de