EnBW Energie Baden-Württemberg AG

Steckbrief

  • Firmensitz: Karlsruhe
  • Branche: Energieversorgung
  • rund 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Unternehmensporträt

Einen Beruf in einem hochsensiblen Bereich hat Julia Scheurig gewählt: Als Schutztechnikerin im Kraftwerkschutz hat sie mit so komplexen wie empfindlichen Anlagen zu tun. „Ich arbeite dort, wo die Energie produziert wird: von kleinen Wasserkraftwerken bis zu großen Kern- und Kohlekraftwerken“, sagt sie. Dabei kümmert sie sich um die Schutzeinrichtungen. „Diese müssen alle möglichen Fehler erkennen, zum Beispiel einen Kurzschluss.“ Im schlimmsten Fall müssten die Anlagen einen ganzen Kraftwerksblock abschalten. Ihre Tätigkeit beschreibt sie als „abwechslungsreich“ – das begeistere sie an ihrem Beruf.

Der Schutz von Kraftwerken hat sie von Anfang an interessiert

Julia hat ein duales Studium mit der Fachrichtung Automatisierungstechnik bei dem Energieversorger EnBW abgeschlossen. „Ich habe mich schon in der Schule für Mathematik und Naturwissenschaften interessiert“, sagt sie. Nach dem Abitur absolvierte sie zunächst eine Ausbildung als Elektronikerin für Betriebstechnik, um praktische Erfahrungen zu sammeln. „Es stand für mich aber von vornherein fest, dass ich noch ein Studium anschließen möchte. Für mich war das duale System ideal, da man hier gleich den Kontakt zu einer Firma hat und das theoretisch Erlernte in den Praxisphasen anwenden kann.“ Es sei spannend, wie viele unterschiedliche Bereiche es in einem großen Konzern wie EnBW gebe. Das Thema der Energieerzeugung sei von Anfang an ihr persönlicher Fokus gewesen.

Mit 20.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist EnBW eines der größten Energieunternehmen Deutschlands. Zum Jahresende 2011 betrug der Anteil der Frauen an der Gesamtmitarbeiterzahl 25,6 Prozent. Die Quote von Frauen in Führungspositionen erreichte 10,2 Prozent. Frauen in Spitzenpositionen sind bei EnBW in den verschiedensten Bereichen zu finden, etwa in steuernden Managementfunktionen der Konzernholding, als Geschäftsführerin oder als Führungskraft in den Konzerngesellschaften, sowie in technisch geprägten Bereichen wie Kraftwerken.

Das Unternehmen unterstützt die Steigerung des Frauenanteils. EnBW nimmt beispielsweise am Girls‘ Day teil. Außerdem richtet es ein Mädchen-Technik-Camp aus. Neben der Herstellung eines elektronischen Würfels standen beim Technik-Camp im vergangenen Jahr auch ein Bewerbungstraining sowie eine Exkursion ins Kernkraftwerk Neckarwestheim auf dem Programm. EnBW ist außerdem Kooperationspartner von Femtec, einem Hochschulkarrierenetzwerk für Frauen in den Ingenieur- und Naturwissenschaften. Zusätzliche etablierte die EnBW 2008 das Frauennetzwerk „Frauen@EnBW“, das mittlerweile mehr als 200 Mitglieder hat.

„Frauen können mindestens genauso erfolgreich wie Männer in einem technischen Beruf sein“, sagt Scheurig. Erfolg hänge davon ab, wie engagiert und interessiert man an seinem Beruf sei. „Eine Frau, die einen technischen Beruf erlernt, hat sich das im Vorfeld sicher gut überlegt und sich bewusst dafür entschieden.“ Zwar seien die Ansprüche in technischen Fächern sehr hoch, aber Angst brauche man nicht davor zu haben. „Man erhält viel Unterstützung und entdeckt dabei neue Fähigkeiten“, sagt sie.

Die Energiewende brauche gute Nachwuchskräfte – und zu ihr könnten Frauen genauso mit kreativen Ideen beitragen wie Männer. Scheurig sieht es als Herausforderung an, dass die erneuerbaren Energien bis 2020 einen Anteil von 35 Prozent des Bruttostromverbrauchs liefern sollen. „Um das zu schaffen, muss das Netz intelligenter und flexibler werden“, sagt sie. Technikerin zu sein, heißt eben nicht nur, dafür zu sorgen, dass eine Anlage reibungslos funktioniert, sondern manchmal auch, beim Umsetzen großer gesellschaftlicher und politischer Zukunftsvisionen mitzuarbeiten.

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