„Es geht nur gemeinsam”: Treffen der Steuerungsgruppe am 17.07.2018

Das Treffen der Steuerungsgruppe der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen” fand in diesem Jahr am 17.07.2018 im Wirtschaftsministerium in Stuttgart statt. Gemeinsam mit vielen Mitgliedern der Steuerungsgruppe wurde über die Gegenwart und die Zukunft der Landesinitiative diskutiert. Im Rahmen eines gemeinsamen Workshops wurden gemeinsam Lösungen und Vorschläge zur strategischen Weiterentwicklung der Landesinitiative erarbeitet.

„Aktuell fehlen ca. 314.800 MINT-Fachkräfte. Die MINT-Lücke verlagert sich dabei zunehmend auf beruflich Gebildete ”, berichtet Frau Dr. Buschmann zu Beginn des Treffens. Das Ziel der Landesinitiative ist es, dieser Herausforderung zu begegnen, indem Aufmerksamkeit und Interesse für das Thema MINT bei Mädchen und jungen Frauen geschaffen wird. Dazu besteht im Rahmen der Landesinitiative ein Beteiligungsprogramm für Unternehmen. „Dieses soll auch in Zukunft weiter ausgebaut werden, sodass wir mehr Unternehmen bei der Fachkräftesicherung unterstützen können”, sagte Frau Dr. Heinritz. Die Fachkräfte-Gewinnung ist auch ein Anliegen der Bundesagentur für Arbeit. Claudia Prusik und Ruth Weckenmann von der Regionaldirektion Baden-Württemberg stellten bei dem Treffen Maßnahmen zur Verbesserung des Anteils von Frauen in dualen MINT-Ausbildungsberufen vor. „Bei neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen betrug der Anteil der Frauen im Jahr 2017 bei fast allen Berufen weniger als 10%. Das Bündeln der Kompetenzen aller Partner der Landesinitiative ist bei der Steigerung dieses Anteils erfolgsentscheidend”, so Frau Prusik zum Thema. Das Ziel: Diesen Anteil in 20 Jahren auf 20% zu erhöhen. Das beim Treffen vorgestellte Projektvorhaben „Frauen im Handwerk” des Baden-Württembergischen Handwerktags hat ein ähnliches Ziel. Die Erwerbsbeteiligung von Frauen im gewerblich-technischen Handwerk soll gefördert werden. Mit Unterstützung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau werden von Oktober 2018 bis Dezember 2019 in verschiedenen Teilprojekten Maßnahmen erarbeitet, in Modell-Regionen pilotiert und anschließend evaluiert.

Im anschließenden Workshop erarbeiteten die TeilnehmerInnen des Treffens gemeinsam mit den beiden Moderatorinnen Beate Wittkopp (Steinbeis TransferWerk BW) und Nathalie da Silva (Steinbeis 2i) weitere Lösungsansätze und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Hierbei kristallisierten sich für alle Beteiligten insbesondere drei unterschiedliche Arbeitsbereiche als Schwerpunktthemen für die nächste Zeit heraus: Ausbau der Dachmarke „Landesinitiative Frauen in MINT-Berufen“; damit einhergehend eine sprachliche Sensibilisierung und Qualifizierung der Beratenden und MINT-Akteure. Ferner wurde die Vertiefung und Erweiterung der Vernetzung und Zusammenarbeit im Bündnis sowie insbesondere auch mit Unternehmen und regionalen MINT-Initiativen diskutiert. Deutlich wurde auch, dass die Form des Workshops ein gutes und geeignetes Arbeitsformat für die Zusammenarbeit im Bündnis darstellt. Um die Landesinitiative und das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen“ fit zu machen für 2025 war daher gemeinsamer Tenor, hierfür im Frühjahr 2019 einen vertiefenden Design-Thinking-Workshop auszurichten.

Den Abschluss des Treffens bildeten die Vorbereitung des 7. Bilanzgesprächs im Oktober und die Abstimmung des gemeinsamen Aktionsprogramms für 2018/2019. In diesem sind zahlreiche neue und fortlaufende Maßnahmen der Bündnispartner gelistet.

      

Fotos: Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen”

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