Den ganzen Tag im Büro vor dem Rechner sitzen? Für Charlotte kam das nie infrage! Die 19-jährige Fellbacherin ist Technische Auszubildende im Bereich Mechatronik und liebt es, mit ihren eigenen Händen Dinge zu gestalten und den Arbeitsfortschritt live mitverfolgen zu können. An handwerklicher Begabung fehlt es ihr nicht: Ob Holz, Metall oder Kunststoff – Charlotte weiß mit den unterschiedlichsten Materialien umzugehen.

Hands on! – Für Charlotte kein Spruch, sondern echte Lebenseinstellung

 Neben ihrer handwerklichen Begabung war es vor allem das Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern in der Schule, das Charlotte bei der Berufsorientierung half. Das schlug sich auch immer in guten Noten in MINT-Fächern nieder. Sie suchte also nach einer Möglichkeit, das Handwerk mit der Naturwissenschaft zu verbinden und landete bei ihrer Recherche bei verschiedenen technisch-gewerblichen Berufen.

Ihre Entscheidung für eine technische Ausbildung bei Kärcher kam aber erst durch verschiedene Praktika und Praxistage zustande. „Wer weiß schon, was er will, nur weil er mal ein paar Broschüren gelesen oder auf einer Website nachgeschaut hat! Praxiserfahrung ist in meinen Augen das Wichtigste, um sich ein authentisches Bild von einem Job machen zu können“, rät die 19-Jährige. Nach ihren Praktika war Charlotte zwischen den Berufszweigen der Industriemechanik und Elektronik hin- und hergerissen. „Ich fand die Mischung aus beidem spannend und habe mich deshalb letztlich für den Beruf der Mechatronikerin entschieden“, erinnert sie sich.

 

Die technische Auszubildende Charlotte Korn lächelt in die Kamera. Im Foto ist ein Zitat von ihr eingefügt: Die Mischung aus Naturwissenschaft und Handwerk überzeugte mich.

Kühler Kopf statt hektischem Chaos

Ihre Freunde und Familie nahmen Charlottes Plan mit Begeisterung auf, sich für die dreieinhalbjährige Ausbildung im Bereich Mechatronik bei dem international agierenden Unternehmen Alfred Kärcher SE & Co. KG zu bewerben. Der Standort liegt nur wenige Kilometer von ihrem Heimatort entfernt. Das ist für die 19-Jährige nicht nur praktisch, sondern auch wichtig, da sie sich seit zwei Jahren in der Bereitschaft des Deutschen Roten Kreuzes in Fellbach engagiert.

„Ich werde von meinen Kollegen immer als lustige und lebensfrohe Person beschrieben, welche mit ihrer ruhigen Art eine angenehme Arbeitsatmosphäre schafft“, erzählt Charlotte. Diese Eigenschaften helfen sowohl bei ihren Einsätzen für das DRK als auch in ihrem Arbeitsalltag bei Kärcher. Übersteigt die Auftragslage dort überraschend die Annahmen, lässt sich Charlotte davon nicht beeindrucken, sondern arbeitet ohne Hektik und effizient alle Arbeitsschritte ab.

 

Vielfalt und Abwechslung in allen Abteilungen

Ihr Arbeitsalltag fordert von Charlotte neben einem kühlen Kopf auch ein gutes Projektmanagement, denn sie arbeitet an vielen verschiedenen Projekten mit und braucht dafür die unterschiedlichsten Kompetenzen. „Zu meinem Arbeitsfeld bei Kärcher gehören die Bereiche Elektrotechnik, Metallbearbeitung und Informatik. Das heißt im Klartext, dass wir einerseits elektronische Bauteile verdrahten und verbinden und andererseits alle möglichen Arbeitsschritte in der Metallbearbeitung können müssen: Feilen, Sägen, Bohren, Gewinde schneiden, Schweißen, Schleifen, Drehen und Fräsen.“ Dazu kommen noch die Hard- und Softwarekomponenten, die installiert werden müssen.

„Das Ganze kommt dann zusammen in komplexen Systemen, die wir anhand von Schaltplänen montieren – ein Prozess, den ich also von A bis Z begleite und dessen Vollendung mich bei jedem Projekt von neuem glücklich macht“, erzählt Charlotte. Charlottes Arbeitgeber bietet ihr die Chance, innerhalb ihrer Ausbildung in allen Abteilungen mitzuarbeiten. Dadurch kann sie ihre Kenntnisse über die Verwendung und Herstellung mechanischer, elektrischer und elektronischer Bauteile direkt „on the job“ vertiefen.

Ihr Tipp für Frauen und Mädchen, die sich für einen MINT-Beruf interessieren: „Einfach machen! Man sollte nicht davor zurückschrecken, etwas Technisches zu lernen, nur weil es nicht dem typischen ‚Frauenberuf‘ entspricht. Mit der richtigen Mischung aus Motivation und Lernbereitschaft kann man das schaffen – ich würde es immer wieder so machen.“

Bild: Charlotte Korn /Kärcher

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