7. Bilanzgespräch der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen”

Im Rahmen des 2. Wirtschaftsforums Baden-Württemberg „Digitale Zukunft” fand am 5. Oktober das 7. Bilanzgespräch der Landesinitiative und des Bündnisses „Frauen in MINT-Berufen” statt. Neben der Vorstellung von neuen Projekten zur MINT-Förderung wie „Frauen im Handwerk” des Baden-Württembergischen Handwerkstages wurden zwei neue Bündnispartner in das Bündnis aufgenommen: der Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und die Birklehof-Schule. Insgesamt zählt das Bündnis nun 54 Partnerinnen und Partner.

„Wir sind in Baden-Württemberg auf guten MINT-Nachwuchs angewiesen. Und wenn wir guten Nachwuchs rekrutieren wollen, müssen wir Mädchen und junge Frauen für MINT begeistern”, so Ministerialdirektor Michael Kleiner zur Begrüßung. „Initiativen wie die Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen” sind deshalb unerlässlich.” Dr. Birgit Buschmann, Leiterin des Referats Wirtschaft und Gleichstellung, zog Bilanz: „In 7 Jahren Landesinitiative und Bündnis „Frauen in MINT-Berufen” haben wir gemeinsam rund 250 Maßnahmen zur MINT-Förderung entlang der Bildungskette umsetzen können. Wir haben das Partnernetz von anfangs 24 auf insgesamt 54 Partnerinnen und Partner ausgebaut. Von 2010 bis 2016 ist die Zahl der Frauen, die ein MINT-Studium aufnehmen, um 38% gestiegen. Eine Herausforderung sehen wir vor allem im Bereich der technischen dualen Berufsausbildung. Hier ist der Anteil der Frauen nur um 7% gestiegen.”

Zukünftige Schwerpunkte der Landesinitiative

„Die Landesinitiative muss landesweit als Dachmarke für Initiativen und Maßnahmen zur MINT-Förderung noch bekannter gemacht werden. Nur so können wir die Kompetenzen aller Partnerinnen und Partner bündeln”, so Dr. Katrin Heinritz, Mitarbeiterin im Referat Wirtschaft und Gleichstellung. Schwerpunkte zur Weiterentwicklung der Landesinitiative sind künftig außerdem der Aufbau eines MINT-Unternehmensnetzwerks, eine intensivere Zusammenarbeit der Landesinitiative mit den MINT-Regionen sowie die Sensibilisierung und Qualifizierung wichtiger MINT-Akteure wie Lehrerinnen und Lehrer, Eltern und Beratungsstellen. Zu diesem Ergebnis kamen die Mitglieder der Steuerungsgruppe bei ihrem gemeinsamen Workshop zur strategischen Weiterentwicklung der Landesinitiative im Juli 2018. Community-Building soll einen höheren Stellenwert bei der Landesinitiative einnehmen und ein weiterer gemeinsamer Workshop ist für 2019 in Planung.

Vorstellung des Projekts „Frauen im Handwerk” und Aufnahme der neuen Bündnispartner

Mit dem Projekt „Frauen im Handwerk” des Baden-Württembergischen Handwerkstages soll die Erwerbsbeteiligung von Frauen im gewerblich-technischen Handwerk gefördert werden. „Wir wollen Betriebe und Ausbildungsverantwortliche sensibilisieren und erwerbstätige Frauen als Vorbilder für Schülerinnen gewinnen. Mit diesem Projekt wollen wir das Problem von zu wenigen Frauen im Handwerk gesellschaftspolitisch angehen und Strukturen ändern”, so Oskar Vogel, Hauptgeschäftsführer des Baden-Württembergischen Handwerkstages. Den Abschluss des Bilanzgesprächs bildete die Aufnahme des Vereins Deutscher Ingenieure (VDI) und der Birklehof-Schule als neue Bündnispartner in das Bündnis „Frauen in MINT-Berufen”. Natalie Spahr, Projektleiterin der VDI-TechCity und Irina Küsters, Leiterin des plus-MINT-Programms und des MINT-Talentzentrums der Birklehof-Schule, unterzeichneten das Bündnispapier.

Hier können Sie sich den aktuellen Tätigkeitsbericht der Landesinitiative „Frauen in MINT-Berufen“ downloaden.

Foto: Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau Baden-Württemberg

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